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AKZEPTANZ- UND COMMITMENTTHERAPIE (ACT)

Angst anzunehmen, das hört sich vielleicht erstmal völlig verrückt an. "Die Angst soll doch weggehen, warum soll ich die Angst annehmen?" fragen Sie vielleicht. Und genau darin liegt das Paradox und die Lösung. Denn durch den Kampf, durch das unablässige Dagegenhalten, das unablässige Verändernwollen, das Nicht-haben-wollen verfestigt sich in unserem Tun und Denken die Verbindung zur Angst. Kurz gesagt: Je mehr wir uns damit beschäftigen, sei es auch im Versuch, die Angst weg zu bekommen, desto tiefer gräbt sich die Angst in alle unsere Gedanken, Vorstellungen, Bilder, Gefühle und Handlungen ein.

 

Und an dieser Stelle geht es um etwas radikal Neues: Statt die Angst weg haben zu wollen, ist der entgegengesetzte Weg, anzuerkennen, dass die Angst jetzt gerade Teil des Lebens – vielleicht ein schwieriger Teil des jetzigen Erlebens ist. Ja, die Angst ist jetzt gerade da – und ich lasse sie weiterziehen. Ohne Kampf, ohne Widerstand, ohne etwas Bestimmtes erreichen zu wollen, dafür engagiert, mutig und in der festen Überzeugung, für ein besseres Leben, jetzt, in diesem Augenblick, das zu tun, was getan werden muss.

Meer

WERTE

Und wo es langgehen soll, wo es hingehen soll, das bestimmen die Werte. Werte als tiefe Überzeugungen, als Leuchttürme und Richtungsgeber für das eigene Leben. Was ist Ihnen wirklich wichtig? Was war Ihnen schon immer wirklich wichtig, seitdem Sie denken können? Was möchten Sie bewegen während Ihrer Zeit mit Ihrem Leben? Warum sind Sie hier? Das wären ein paar grundlegende Fragen, die in Richtung der eigenen Werte weisen, und um mal ein Gespür dafür zu bekommen, worum es sich bei Werten handelt.

Heißluftballons

HANDELN

Und es bleibt nicht nur bei der gedanklichen Bearbeitung von Ängsten, der gedanklichen Lösung von Ängsten, denn mal blasphemisch gesprochen, was nützen alle Gedanken, wenn sich im Leben dadurch doch nichts ändert? Es geht also ums Handeln, um das beherzte, mutige Vorangehen im Dienste der eigenen Wertvorstellungen, im Dienste dessen, was einem im Leben wichtig ist.

 

Und ebenso, wie es irgendwie vielleicht allen Menschen schwer fällt, Dinge anzugehen, Dinge zu ändern, Gewohntes hinter sich zu lassen, Ungewohntes auszuprobieren – so ist das auch in der Angsttherapie. Handeln kann vielleicht ein wenig nerven im Rahmen der Therapie, doch nur durch das Tragen der neu gewonnenen Erkenntnisse und Überzeugungen in den Alltag hinein, in das eigene Leben hinein, findet Akzeptanz und Achtsamkeit wirklich Einzug in das eigene Leben. Und so defensiv oder passiv die Achtsamkeitsübungen und der meditative gedankliche Zugang erscheinen mögen, so beherzt muss sein Ausdruck im Leben sein.

Tanzendes Paar
Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT): Dienstleistungen
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