KÖRPER & PSYCHE

Körper und Psyche befinden sich im Menschen in wechselseitiger Resonanz. Was auf der einen Ebene passiert, bleibt auf der Anderen nicht ohne Widerhall. Psychische Prozesse lassen sich günstig beeinflussen, wenn das momentane körperliche Erleben ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt. Ein wesentlicher Fokus in der Körpertherapie liegt auf der Achtsamkeit, aus einer nicht wertenden inneren Distanz heraus Zeuge des momentanen Erlebens zu werden. Wenn wir die feinen Reaktionen zwischen Körper und Psyche lernen wahrzunehmen und zu deuten, versetzt uns dies in die Lage, beim Auftreten von Angstgedanken und Panikgefühlen souveräner mit uns umzugehen.

 

YOGA

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Yoga geht in meinem Verständnis über die rein körperlichen Übungen hinaus und bildet vielmehr eine bewegungsorientierte meditative Praxis zur Stärkung von Körper und Geist.

Lassen Sie sich nicht von den vielen Bildern beweglicher Menschen und perfekter Yogaposen beeindrucken. Wenn es nur um die Flexibilität ginge, dann wären Sportler aus der Gymnastik die besten Yogis. Vielmehr wird im Yoga eine tiefe spirituelle Praxis durch Körperübungen, die Asanas, zum Ausdruck gebracht. Und das kann helfen zu sich selbst und zur eigenen Stärke zurück zu finden und den Genesungsprozess einer Angsterkrankung positiv zu beeinflussen.

Die gesundheitsfördernden Wirkungen des Yoga werden seit geraumer Zeit auch wissenschaftlich erforscht. In mehrjährigen Studien über die Stimmung und den Stoffwechsel in Zusammenhang mit der Yogapraxis konnte belegt werden, dass regelmäßige Übungen für ein ausgeglicheneres Gefühlsleben sorgen. Im Hinblick auf Störungsbilder wie Ängste und Depressionen ein wichtigter Faktor.

Aus dem komplexen System mit vielen Traditionen und Techniken ist es problemlos möglich, einzelne Komponenten nach dem persönlichen Bedarf auszuwählen und zu praktizieren.

 

Gerne stehe ich bei Fragen zur persönlichen Yogapraxis beratend zur Seite.

BREATHWORK

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Die Art wie wir atmen hat eine unmittelbare Wirkung auf unseren mentalen Zustand und auf unsere Gesundheit. Von Natur aus ist Atmen ein spontaner und automatischer Reflex des Körpers. Deshalb empfinden wir unsere Atmung üblicherweise als gegeben und legen im Alltag nur wenig Aufmerksamkeit darauf.


Die Atemtherapie (engl. Breathwork) ist ein machtvolles Werkzeug und kann vormals verschlossene innere Räume öffnen. Ein großer Vorteil vom Breathwork ist, dass die Intensität der Prozesse selber gesteuert werden kann. In eher kurzen Übungen bietet sich Gelegenheit im Alltag emotionale und gedankliche Entlastung zu finden. In intensiven Prozessen können sich auch tiefe Erkenntnisse zeigen. Und gerade bei den tiefgehenden Erfahrungen ist es wichtig, das Erlebte zu reflektieren und in die eigene Persönlichkeit zu integrieren.
 

Der eher meditative Aspekt der Atmung erforscht das Gefühl für die Atmung, das im Alltag meist gar nicht bewusst wahrgenommen wird. Denn der Atem ist ein mächtiger Verbündeter, wenn es darum geht im gegenwärtigen Augenblick zu bleiben, exemplarisch bei panischen Gedanken und langwierigen Grübeleien. Mit fortlaufender Übung ist es möglich die Position des neutralen Beobachters zu erreichen und dadurch die Identifikation mit angstmachenden Gedanken und Gefühlen zu lösen.

PROGRESSIVE MUSKELENTSPANNUNG

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Die Progressive Muskelentspannung (PMR) ist ein aktives Entspannungsverfahren. Durch bewusste Anspannung einzelner Muskelgruppen und anschließender totaler Entspannung dieser Muskeln können physische und psychische Spannungszustände gelockert werden. Durch die Fokussierung auf den Wechsel von An- und Entspannung wird zugleich das Bewusstsein für den eigenen Körper gefördert. Mit Hilfe der Progressiven Muskelentspannung wird die Fähigkeit unterstützt, bewusst und willentlich zu entspannen. Der Kontrast zwischen Anspannung und Entspannung ermöglicht es die damit verbundenen Empfindungen differenzierter zu betrachten und unterscheiden zu lernen.

BODYSCAN

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Der BodyScan ist ein achtsames inneres Abtasten des Körpers in einer Ruheposition. Wir versuchen alle Signale, die der Körper aussendet bewusst und wertfrei wahrzunehmen. Mit Hilfe des Atems werden nach und nach alle Empfindungen des Körpers achtsam erkundet. Im Alltag hilft diese Meditationsmethode, die Beziehung zwischen Körper und Geist zu vertiefen und in schwierigen Situationen in sich Ruhe zu finden. Wenn wir ganz im Körper sind und den Körper bewusst wahrnehmen, kann uns das helfen aus angstvollen Gedankenkreisläufen auszusteigen. Mit zunehmender Übungspraxis fällt es immer leichter sich auch im Alltag im Körperbewußtsein zu verankern.