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BREATHWORK

Die Art wie wir atmen hat eine unmittelbare Wirkung auf unseren mentalen Zustand und auf unsere Gesundheit. Von Natur aus ist Atmen ein spontaner und automatischer Reflex des Körpers. Deshalb empfinden wir unsere Atmung üblicherweise als gegeben und legen im Alltag nur wenig Aufmerksamkeit darauf.


Die Atemtherapie (engl. Breathwork) ist ein machtvolles Werkzeug und kann vormals verschlossene innere Räume öffnen. Ein großer Vorteil vom Breathwork ist, dass die Intensität der Prozesse selber gesteuert werden kann. In eher kurzen Übungen bietet sich Gelegenheit im Alltag emotionale und kognitive Entlastung zu finden. In intensiven Prozessen können sich auch tiefe Erkenntnisse zeigen. Und gerade bei den tiefgehenden Erfahrungen ist es wichtig, das Erlebte zu reflektieren und in die eigene Persönlichkeit zu integrieren.
 

Der eher meditative Aspekt der Atmung erforscht das Gefühl für die Atmung, das im Alltag meist gar nicht bewusst wahrgenommen wird. Denn der Atem ist ein mächtiger Verbündeter, wenn es darum geht im gegenwärtigen Augenblick zu bleiben, exemplarisch bei panischen Gedanken und langwierigen Grübeleien. Mit fortlaufender Übung ist es möglich die Position des neutralen Beobachters zu erreichen und dadurch die Identifikation mit schwierigen Gedanken und Gefühlen zu lösen.

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WIE FUNKTIONIERT MEDITATION?

In der Achtsamkeitsmeditation sitzt die/der Meditierende in einer aufrechten Haltung, ein harmonisches Verhältnis von Spannung und Entspannung wahrend. Der Fokus liegt auf den geistigen, emotionalen und körperlichen Erlebnissen, wie sie im gegenwärtigen Augenblick auftreten. Sie lehrt das nicht wertende und absichtslose Dasein im Hier und Jetzt, ohne dabei an Gedanken, Empfindungen oder Gefühlen haften zu bleiben.

Eine einfache Einstiegsmeditation ist zum Beispiel zu beobachten, wie sich die Luft beim natürlichen Ein- und Ausatmen in den Körper strömt. Allein dabei werden für gewöhnlich viele Gedanken, Empfindungen oder innere Bilder auftauchen, die ablenken und die Konzentration stören wollen. Und immer, wenn diese Ablenkung bemerkt wird, gilt es die Aufmerksamkeit wieder zurück auf den Atem zu lenken. Diese einfache Übung schult die Geduld und das Mitgefühl sich selbst gegenüber.

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WELCHE WIRKUNG HAT MEDITATION?

In zahlreichen wissenschaftlichen Studien konnte eine positive Wirkung von Meditation und Achtsamkeitsübungen auf die Gesundheit belegt werden.

So fanden Forscher der Universität Gießen heraus, dass Teilnehmende eines 8wöchigen Aufmerksamkeitsprogrammes messbare Verbesserungen im Gehirn aufwiesen. Ihre Empathie, Stressreduktion und Selbstwahrnehmung zeigte in der Analyse der Hirnwellen deutlich verbesserte Werte. In einer US-amerikanischen Studie aus dem Jahre 2010 konnte beispielsweise gezeigt werden, dass ein Training in Achtsamkeitsmeditation vor körperlichen Funktionsstörungen schützen kann. Belegt ist unter anderem auch, dass bei Meditierenden die Bereiche des Gehirns, die für kognitive und emotionale Prozesse und Wohlbefinden wichtig sind, ausgeprägter erscheinen als bei Nicht-Meditierenden.

In der Auswertung wissenschaftlicher Ergebnisse können regelmäßige Meditations- und Achtsamkeitsübungen dazu beitragen:

  • die Stressreaktionen des Körpers abzumildern,

  • die mentale Flexibilität und Widerstandskraft zu fördern,

  • das persönliche Schmerzempfinden zu verringern,

  • das Immunsystem zu stärken und

  • den Blutdruck zu senken.