A silhouete of a man with rays of light emanating from the brain as a symbol of the power

ACHTSAMKEIT & ANGST

Achtsamkeit meint das offene, nicht bewertende Zulassen von allem was in diesem Augenblick da ist. Und das kann sehr hilfreich in der Bewältigung von angstvollen Situationen sein. Denn das, was die Angst aufrecht erhält ist die Kontrolle. Meistens versuchen wir in diesen Momenten die Angst regelrecht „unter Kontrolle zu bekommen“. Doch schauen Sie mal genauer hin: hat das jemals wirklich funktioniert? Oder ist die Angst vielleicht einfach von selbst wieder gegangen, in dem Augenblick als Sie die Kontrolle oder den Widerstand aufgegeben haben?

 

Mit Achtsamkeit lässt sich eben dieser Mechanismus üben: die Angst weiter ziehen zu lassen und allenfalls ein interessierter und geduldiger Beobachter der Vorgänge im Inneren zu sein. Vielleicht werden Sie feststellen, dass die Angst dann viel schneller vorbeigeht und vielleicht können Sie irgendwann oder in naher Zukunft die Erfahrung machen, dass mit Offenheit und Achtsamkeit, mit Mut und auch mit einer wohlwollenden Haltung , Angst nicht mehr zu einem Problem wird, allenfalls zu einem leicht aufgeregten Begleiter in einem normalen menschlichen Leben.

Dafür stehen eine Menge kleinerer und längerer, formaler und sozusagen informeller, in den Alltag integrierte Übungen bereit, um das Prinzip und das Wesen von Achtsamkeit erfahrbar zu machen. Und das ist auch ein wesentlicher Baustein der Therapie: die konkrete Erfahrung, das heißt, selbst, im eigenen Körper zu spüren, wie sich eine gelassene Haltung anfühlt. Mit zunehmender Praxis wird das dann zum normalen Zustand im Alltagserleben. Und wenn die Angst dann wieder kommt, haben Sie genug Handwerkszeug, um mutig mit der Energie der anbrandenden emotionalen Welle zu schwimmen.