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WAS IST MEDITATION?

Die Achtsamkeitsmeditation entstammt der buddhistischen Schule und fand im 20.Jahrhundert Einzug in den westlichen Ansatz der Achtsamkeit (mindfulness). Die Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (MBSR) und Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie (MBCT) sind daraus entstanden. Beides sind weltanschauungsfreie und wissenschaftlich fundierte klinische Programme die in der Therapie von Angst- und Panikstörungen angewendet werden.

In der Meditation wird mittels meditativer Techniken die Aufmerksamkeit bewusst gesteuert. Die passiven Formen führen von der Stillemeditation, Achtsamkeitsmeditation und Konzentrationsmeditation bis zur transzendentalen Meditation, Klangmeditation und geführten Meditation. Die aktiven Formen finden sich in Yoga, Kampfkunst, dynamischer und Kundalini-Meditation. Sie alle stellen Wege und Möglichkeiten dar, den individuellem Weg folgend, eine tiefe, starke und dauerhafte Verbindung zum Selbst zu schaffen.

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WIE FUNKTIONIERT MEDITATION?

In der Achtsamkeitsmeditation sitzt die/der Meditierende in einer aufrechten Haltung, ein harmonisches Verhältnis von Spannung und Entspannung wahrend. Der Fokus liegt auf den geistigen, emotionalen und körperlichen Erlebnissen, wie sie im gegenwärtigen Augenblick auftreten. Sie lehrt das nicht wertende und absichtslose Dasein im Hier und Jetzt, ohne dabei an ängstlichen Gedanken, Empfindungen oder Gefühlen haften zu bleiben.

Eine klassische Einstiegsmeditation ist zum Beispiel zu beobachten, wie sich die Luft beim natürlichen Ein- und Ausatmen in den Körper strömt. Allein dabei werden für gewöhnlich viele Gedanken, Empfindungen oder innere Bilder auftauchen, die ablenken und die Konzentration stören wollen. Und immer, wenn diese Ablenkung bemerkt wird, gilt es die Aufmerksamkeit wieder zurück auf den Atem zu lenken. Diese einfache Übung schult die Geduld und das Mitgefühl sich selbst gegenüber.

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WELCHE WIRKUNG HAT MEDITATION?

In zahlreichen wissenschaftlichen Studien konnte eine positive Wirkung von Meditation und Achtsamkeitsübungen auf die Gesundheit belegt werden. So fanden Forscher heraus, dass Teilnehmende eines 8wöchigen Aufmerksamkeitsprogrammes messbare Verbesserungen im Gehirn aufwiesen. Ihre Empathie, Stressreduktion und Selbstwahrnehmung zeigte in der Analyse der Hirnwellen deutlich verbesserte Werte. Belegt ist unter anderem auch, dass bei Meditierenden die Bereiche des Gehirns, die für kognitive und emotionale Prozesse und Wohlbefinden wichtig sind, ausgeprägter erscheinen als bei Nicht-Meditierenden.

In der Auswertung wissenschaftlicher Ergebnisse können regelmäßige Meditations- und Achtsamkeitsübungen dazu beitragen:

  • die Stressreaktionen des Körpers abzumildern,

  • die mentale Flexibilität und Widerstandskraft zu fördern,

  • das persönliche Schmerzempfinden zu verringern,

  • das Immunsystem zu stärken und

  • den Blutdruck zu senken.