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DEPRESSION & ANGST

Eine Angsterkrankung kommt selten allein. So kann eine Krankheitsangst beispielsweise mit ausgeprägten Panikattacken einhergehen. Doch die Angsterkrankungen mischen sich nicht nur untereinander, Ängste treten bei zahlreichen psychischen Erkrankungen auf. Zugleich gibt es aber ein Störungsbild, dass relativ häufig im Zusammenhang mit Angsterkrankungen auftaucht: die Depression.

 

WAS TRITT ZUERST AUF?

Eine Depression kann in Folge einer Angsterkrankung entstehen, oder andersherum Angst sich im Zuge einer Depression herausbilden.

Während einer akuten depressiven Phase zeigen sich regelmäßig diffuse Gefühle der Beengung oder Bedrohung, ohne dass es dafür eine erkennbare Ursache gibt. Dieses ängstliche Erleben kann sich durchaus bis zu einer Panikattacke aufschwingen, die dann allerdings gleichzeitig mit dem Abklingen der Depression verschwindet wie sie gekommen ist.

Auf der anderen Seite ziehen sich Menschen mit Angsterkrankungen häufig aus dem sozialen Umfeld in solchem Maße zurück, dass dieser beinahe vollständige Rückzug zum Auslöser einer Depression wird. Auch darf nicht unterschätzt werden, dass mit der Angst oft eine hohe persönliche und soziale Belastung verbunden ist. Wenn das gewohnte Leben durch wiederholte Panikattacken zunehmend eingeschränkt ist, oder die beruflichen Ansprüche durch eine soziale Phobie nur unter immensen Kraftanstrengungen bewältigt werden kann, erzeugt das bei den Betroffenen mitunter enorme emotionale Lasten, die zum Nährboden einer depressiven Störungen werden können.

 

WIE WIRD BEHANDELT?

Maßgeblich ist einerseits die gründliche Erforschung der Ursachen von den Krankheitssymptomen. Im ausführlichen Gespräch gilt es herauszufinden, ob zuerst die ängstlichen oder die depressiven Symptome aufgetreten sind. Anhand der symptomatischen Analyse lässt sich feststellen, ob

  • eine Depression mit ängstlichen Gefühlen vorliegt, oder

  • eine Angsterkrankung nachfolgend eine Depression verursacht hat.

 

Die Therapie richtet dann den Fokus eher auf die Behandlung der Depression oder der Angst. Löst beispielsweise eine Depression bei einem Betroffenen Panikattacken aus, dann ist es zielführend die Depression psychotherapeutisch zu behandeln, wodurch dann ebenfalls die Panikattacken abnehmen. Wenn die Angsterkrankung zuerst da war und sich in dessen Folge eine depressive Stimmung breit macht, dann gilt es die Angst psychotherapeutisch zu kurieren und gemeinsam mit einem Therapeuten den Weg aus den Ängsten zu gehen.