Happy Hopeful Woman Looking at the Sunse

PANIKATTACKEN

Eine Panikattacke tritt plötzlich, wie "ein Blitz aus heiterem Himmel" auf und löst bei den Betroffenen überwältigend starke Angstreaktionen aus. Die Attacke setzt abrupt ein, steigert sich in wenigen Minuten bis zum Maximum und dauert meist zwischen 5 und 30 Minuten. Betroffene erleben sie als einen Zustand intensiver Angst und absoluter Bedrohung.

 

SYMPTOME

Zu den charakteristischen körperlichen und psychischen Symptomen zählen

  • Herzklopfen und Herzrasen mit Angst vor einem Herzinfarkt

  • Enge- und Druckgefühl in der Brust mit der Angst zu ersticken

  • Benommenheit und Schwindel mit der Angst in Ohnmacht zu fallen

  • Entfremdungsgefühle gegenüber sich selbst (Depersonalisation) und der Umwelt (Derealisation)

  • Angst verrückt zu werden

  • innerer Druck mit der Befürchtung "auszuraten" und die Kontrolle zu verlieren

 

Von einer sog. Panikstörung spricht man, wenn innerhalb eines Monats mehrere unterwartete und schwere Panikattacken vorgekommen sind. Kennzeichnend ist, dass Betroffene nur während der Attacke der Überzeugung sind, dass ihre Gesundheit bedroht ist. Sobald der Anfall vorüber ist, stellt sich wieder das gewohnte körperliche Sicherheitsgefühl ein. Allerdings neigen Menschen dazu die eine oder mehrere Panikattacken erlitten haben mit der Zeit hypochondrische Tendenzen zu entwickeln. Angstanfälle die hingegen mit ganz besimmten Situationen verbunden sind, wie beispielsweise die extreme Angst vor Spritzen, Hunden oder Fahrstühlen deuten eher auf eine Phobie hin.

 

ERWARTUNGSANGST

Für die Betroffenen ändert sich zumeist nach der ersten Panikattacke das Leben erheblich, das intensiv erlebte Gefühl der Todesangst bleibt im Gedächtnis gespeichert. Die Angst vor der nächsten Attacke entwickelt sich zu einer Angst vor der Angst und wird nicht selten zu einem ständigen Begleiter, der die gewohnte Lebensqualität deutlich einschränkt. Ein dramatischer Angstkreislauf beginnt: der Fokus liegt ständig auf dem eigenen Körper und bereits geringe Veränderungen wie Hitzgefühle, Pulsantieg, Schwindel oder Schwitzen werden als ein Zeichen realer Gefährdung interpretiert. Dadurch entwickelt sich mit der Zeit ein verzerrtes Bewußtsein für die Leistungsfähigkeit des eigenen Körpers und eine Angst vor den eigenen Gefühlen entsteht. Im Zuge dauernder Anspannung bereitet sich dann erst recht die nächste Panikattacke vor.