Happy Hopeful Woman Looking at the Sunse

GENERALISIERTE ANSGT

Eine generalisierte Angststörung ist eine anhaltende Angst, die nicht auf bestimmte Situationen oder Objekte beschränkt ist, sondern sich wechselhaft mit vielfältigen Aspekten des Lebens verbindet. Die andauernden Sorgen, Ängste und Befürchtungen beziehen dabei fast alle Bereiche des Lebens mit ein und unterscheiden sich in ihrer Intensität von den üblichen Besorgnissen anderer Menschen. Dabei sind die Ängste in der Regel nicht durch tatsächliche Gefahren oder Bedrohungen begründet. Auch die Betroffenen selbst erleben sie als übertrieben und unrealistisch, können sie jedoch nicht kontrollieren. Diese Ängste dauern mindestens 6 Monate an und werden generell nicht von Panikattacken begleitet.

NORMAL ODER KRANKHAFT ?

Zum überwiegenden Teil beziehen sich die ängstlichen Vorstellungen auf das Wohlergehen der Familie, die eigene Gesundheit, die finanzielle Lage oder die Arbeit. Natürlich machen sich auch psychisch gesunde Menschen über eben diese Lebensbereiche ihre Gedanken, doch Menschen mit einer generalisierten Angststörung erleben diese Sorgen länger anhaltend und intensiver. Zusätzlich erleben sie einen dauerhaft erhöhten Angstpegel, der im Allgemeinen keine Panikattacke auslöst, jedoch mit verschiedenen körperlichen Symptomen und einer permanenten Anspannung verbunden ist.

 

SYMPTOME

Charakteristisch sind

  • Sorgen und Vorahnungen über ein vermeintlich zukünftiges Unglück

  • Nervosität mit permanenter geistiger Übererregung, Gereiztheit und erhöhte Aufmerksamkeit

  • Schwierigkeiten sich zu konzentrieren oder eine vermehrte Vergesslichkeit

  • Ständige innere Anspannung und zugleich die Unfähigkeit sich zu entspannen

  • Diffuse Schmerzen

  • Innere Unruhe

  • Vegetative Übererregbarkeit mit Beklemmungsgefühlen, Schreckhaftigkeit, Schwitzen, Atemnot oder Erstickungsgefühlen, Magen-Darm-Beschwerden, Zittern, dem Gefühl „wackelig auf den Beinen“ zu stehen, Hitzewallungen oder Frösteln, Ein- oder Durchschlafstörungen

 

WEITERE MERKMALE

Dadurch dass die Ängste nicht durch ein Ereignis im Außen ausgelöst werden, existiert im Allgemeinen kein Grund bestimmte Situationen zu vermeiden. Es besteht vielmehr eine latente innere Bereitschaft sich zu sorgen, die durch äußere Anreize aktiviert werden kann. Wenn beispielsweise Informationen über kurzfristig gehäuft auftretende Krankheitsfälle in der Familie auflaufen, manifestieren sich bei Betroffenen umgehend im Innern vormals verdeckte Angstvorstellungen über eben jene Krankheiten.

In mehr als der Hälfte der Fälle entwickelt sich in der Folge eine depressive Störung, denn nicht selten resignieren die Betroffenen im Angesicht der andauernden Sorgen und Befürchtungen, die kaum noch Erholung ermöglichen. Wenn Beruhigungsmittel oder Alkohol dauerhaft zur Entspannung benutzt werden, können diese Mittel mit der Zeit zu einem zusätzlichen Problem werden.